Case Study: 20 Years Highsnobiety

Case Study: 20 Years Highsnobiety

HS20 – 20 Jahre Highsnobiety
20 Brands, 20 Konzepte, eine Produktion.


1. DER AUFTRAG

Projekt-Kick-off: Frühjahr 2025. Zum 20-jährigen Jubiläum von Highsnobiety galt es, eine Kollektion zu realisieren, die die gesamte Bandbreite moderner Streetwear-Kultur abbildet. 20 verschiedene Künstler und Brands – von Colette über Kith bis 032c – lieferten Entwürfe.

Die Anforderungen waren so vielfältig wie die Namen auf der Liste: Aquarell-Zeichnungen, großformatige Typografie, Fotodrucke und technische Spielereien wie wasser reaktive Oberflächen oder spezifische Used-Looks. Jedes Piece der Kollektion verlangte nach einem individuellen produktionstechnischen Ansatz.

Einen Einblick in alle Designs und die beteiligten Brands findest du im offiziellen Artikel von Highsnobiety zu HS20.

 

2. DIE LÖSUNG

Um die volle gestalterische Tiefe der 20 Designs umzusetzen, haben wir verschiedene Druckverfahren und handwerkliche Sonderlösungen kombiniert. Die technischen Highlights:

  1. Das Unsichtbare sichtbar machen (032c)
    Für den Entwurf von 032c kam eine wasser reaktive Siebdruckfarbe zum Einsatz. Die Farbe ist auf dem trockenen Shirt unsichtbar. Erst bei Kontakt mit Feuchtigkeit entsteht der Kontrast: Während der Stoff dunkler wird, bleibt die bedruckte Fläche hell. Da diese Farbe extrem rar ist, haben wir unser europäisches Netzwerk aktiviert und über Kollegen in Slowenien die nötigen Bestände gesichert.
  2. Jenseits der Standardmaße
    Einige Motive waren für unsere automatisierten Druckstraßen schlicht zu groß. Statt das Design zu skalieren, haben wir für diese Shirts eigene, übergroße Paletten konstruiert und das Motiv im manuellen Siebdruck umgesetzt. Nur so konnten wir die gewünschte Platzierung und Wucht der Prints garantieren.
  3. Finishing & Konfektion
    Für das perfekte Branding haben wir Loop-Labels über einen Partner produzieren lassen und diese direkt bei uns in Passau von unserer hauseigenen Näherin konfektioniert.

3. DAS RESÜMEE

HS20 war ein Projekt der logistischen und technischen Details. Die Herausforderung lag darin, 20 völlig unterschiedliche ästhetische Sprachen – vom feinen Pinselstrich bis zum massiven Grafik-Print – in eine homogene, hochwertige Kollektion zu übersetzen. Ein Prozess, der dort anfing, wo Standard-Lösungen aufhörten.